Kloster Sopoćani von Süden
UNESCO-WELTERBE

Kloster Sopoćani

Die Stiftung von König Stefan Uroš I., dessen Fresken aus dem 13. Jahrhundert zu den schönsten erhaltenen mittelalterlichen Malereien Europas zählen.

Foto: Kloster Sopoćani von Süden · BubaFoton / CC BY-SA 4.0

Die Stiftung eines Königs

Sopoćani wurde zwischen 1259 und 1270 von König Stefan Uroš I. als der Heiligen Dreifaltigkeit geweihte Kirche und als seine eigene Grablege errichtet. Es gehört zur Raška-Schule: ein romanisches Äußeres um einen byzantinischen Innenraum — jene Synthese, die den serbischen Sakralbau des Mittelalters prägte.

Die Kirche steht im Tal der Raška, etwa fünfzehn Kilometer westlich des heutigen Novi Pazar, im Herzen der Region Ras — dem Kern des serbischen mittelalterlichen Staates.

Das Entschlafen der Gottesmutter

Die Fresken entstanden zwischen 1263 und 1270. Das bekannteste ist das Entschlafen der Gottesmutter an der Westwand des Naos — eine große, ruhige Komposition monumentaler Figuren, entstanden im Übergang zwischen komnenischem und palaiologischem Stil der byzantinischen Kunst.

Die Farben überdauerten durch ein Unglück: Nachdem das Dach sein Blei verloren hatte, standen die Fresken jahrhundertelang unter freiem Himmel — doch ein dicker Kalkgrund und die Technik der Maler bewahrten sie vor dem völligen Verschwinden.

Brand und Rückkehr

1689 setzten osmanische Truppen das Kloster in Brand und trugen das Blei vom Dach fort. Danach lag Sopoćani über zwei Jahrhunderte verlassen. Die Restaurierung erfolgte in zwei Etappen — 1925—1929 und 1949—1958 — danach kehrte das Klosterleben zurück.

Das Entschlafen der Gottesmutter an der Westwand des Naos
Das Entschlafen der Gottesmutter an der Westwand des Naos · DjordjeMarkovic / CC BY-SA 4.0
Glockenturm und Exonarthex der Klosterkirche
Glockenturm und Exonarthex der Klosterkirche · BubaFoton / CC BY-SA 4.0

Quellen