Die heute am Standort der Arap-Moschee stehende Moschee (Aufnahme 2025)
Kulturelles Erbe

Arap-Moschee

Die Stiftung Hasan Čelebis, 1528 verzeichnet, 1689 verbrannt, wieder aufgebaut — und 2018 bei Arbeiten abgerissen, die als Restaurierung angekündigt waren.

Foto: Die heute am Standort der Arap-Moschee stehende Moschee (Aufnahme 2025) · Miomir Magdevski / CC BY-SA 4.0

Hasan Čelebis Moschee und ein Mann namens Arap

Die Moschee erscheint erstmals in einem Register von 1528. Quellen des 16. Jahrhunderts nennen als Erbauer Hasan Čelebi beziehungsweise Hasan-Beg, nach dem sie ursprünglich hieß; über seine Herkunft ist nichts Gesichertes bekannt.

1689 wurde die Moschee verbrannt — im selben Jahr wie Sopoćani — und danach wieder aufgebaut. Der Überlieferung nach setzte sie ein Mann namens Arap instand, nach manchen Angaben ein Offizier oder Beamter in Pazar, und seither trug sie seinen Namen. Sein Grab liegt derselben Überlieferung nach auf dem Großen Friedhof und wird bis heute als Araps Grab bezeichnet.

Das Minarett über dem Basar

Die Moschee stand direkt am Eingang zum alten Basar, umringt von Handwerks- und Handelsläden, die auf ungewöhnliche Weise an sie angebaut waren. Ihr Minarett — kreisrund im Querschnitt, aus Ziegel mit Steinverkleidung — galt als optischer Akzent des gesamten Basars: gedrungen und archaisch, ein Beispiel heimischen Ausdrucks im Sakralbau.

Was 2018 geschah

Im April 2018 entfernte die Islamische Gemeinschaft in Serbien das Dach der Moschee, um sie zu sanieren. Am 31. Mai 2018 untersagte das Republikanische Institut für Denkmalpflege per Bescheid Arbeiten am Dachtragwerk, bis eine Genehmigung zur Ausführung vorliege. Nach Darstellung der Stadt wurde ein solches Dokument nie vorgelegt, und die Arbeiten wurden nicht eingestellt.

Ohne Dach begannen die Mauern im Sommer nachzugeben. Am 18. September 2018 wurde die Moschee mit schwerem Gerät abgerissen — alles außer dem Minarett. Die städtische Kommission urteilte, statt fachgerechter Restaurierung sei ein grober Abriss erfolgt, „ohne jede Rücksicht auf Tradition und Symbolik“, und eine über Jahrhunderte bestehende Moschee existiere nicht mehr. Das Institut untersagte daraufhin auch den Abriss der verbliebenen Mauern und des Minaretts.

Was heute dort steht

An der Stelle der alten Moschee wurde ein Neubau errichtet. Er ist als Teil des Basars sehenswert, doch sollte man wissen, was man sieht: ein Denkmal des 16. Jahrhunderts ist es nicht. Der Fall wurde in Berichten über den weiteren Verlust osmanischen Erbes im Sandžak angeführt.

Quellen